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Inbound Marketing Definition: Der Shift vom Megaphon zum Magneten

Geschrieben von Steven Loepfe | Donnerstag, 3.9.2015
Wir alle wissen – Das klassische PR- und Marketing-Handbuch hat ausgedient: Cold-Calling, Print-Anzeigen,TV-Spots, Junk Mail, Unterbrecher-Werbung, Pop-Up Banner - die schreiend-abstossende Lautstärke von PR und Marketing schadet dem Gehör des Zielpublikums - vor allem auch Ihrem Marketing- und Vertriebs-Budget. Doch die Zeiten ändern sich. Zum Glück. Denn immer mehr Unternehmen gestalten Marketing und Akquise lieber Nutzen bringend und anziehend statt abstossend und laut.

Statt „Schreien zu jedem Preis“ schaffen immer mehr Führungskräfte lieber eine strategische Grundlage für mehr Aufmerksamkeit am Markt, für zufriedene Kunden und somit auch für das profitable Wachstum des Unternehmens. Wie das geht? Am besten durch „Marketing auf kleiner Flamme“, sympathisch und dennoch unüberhörbar bescheiden - vor allem aber mit anziehender Wirkung.

Anziehendes Marketing bedeutet, Nutzen stiftende Inhalte, relevanten Content und sinnvolle Stories dort bereitzustellen, wo die Kunden Ihres Unternehmens eh schon danach suchen - on- und offline. Anziehend bedeutet aber auch, den Dialog mit kaufinteressierten Leads systematisch zu pflegen und so den Weg zum Verkaufsabschluss natürlich zu ebnen. Strategisch, messbar und mit einem online-basierten System. Diese neue und anziehende Art von Marketing und Akquise trägt einen Namen, sie heisst…

Inbound Marketing - strategisch und mit System…

Immer mehr Unternehmen setzen auf Inbound Marketing. Diese strategische und systematische Art von Marketing zählt zu den effektivsten und kostengünstigsten Marketing- und Akquise-Methoden für Unternehmen, die profitabel wachsen wollen. Effektiv, weil Inbound Marketing über alle Stufen des Marketings messbar ist. Kostengünstig, weil im Inbound Marketing on- und offline-Tools ganz gezielt dort eingesetzt werden, wo sie Wirkung erzielen, um so Streuverluste zu vermeiden.

Wie man die drei wichtigsten Marketing-Ziele erreicht

Anders als das traditionelle „old School“ Outbound-Marketing, bei dem man nach aussen gerichtet mit möglichst grossem Werbe-Etat, mit klassischen Anzeigen, durch den Kauf von E-Mail-Listen oder durch Telefon-Hardselling versucht, kaufinteressierte Leads zu generieren, dreht Inbound Marketing den Spiess um. Inbound Marketing stärkt die Strahlkraft von Unternehmen, indem für Käufer hochwertige Inhalte mit grossem Nutzen entwickelt und on- und offline bereitgestellt werden.

Inbound Marketing unterstützt Führungskräfte und Marketingverantwortliche bei der Erreichung der drei mit Abstand wichtigsten Marketingziele:

  1. Aufmerksamkeit erzielen - mit einer guten on- und offline Story
  2. Leads generieren - mit Nutzen bringendem Content
  3. loyale Kunden gewinnen - mit online-basierten Tools

Inbound vs. Outbound - Die Unterschiede

1. Inbound Marketing ist kostengünstiger

Der amerikanische Kaufhauspionier John Wannamaker sagte einst: „Die Hälfte meiner Werbung ist zum Fenster rausgeworfenes Geld – leider weiss ich nicht, welche Hälfte.“ Und so bedeutet traditionelles Outbound Marketing in erster Linie: viel Geld ausgeben, ohne zu wissen, was es konkret bringt. Sei dies beim dem Anzeigenkauf, beim Kauf von E-Mail-Adressen vom Broker oder gar bei nicht-optimierten Adwords-Kampagnen.

Inbound Marketing bedeutet auf der anderen Seite, Content zu schaffen und darüber zu reden. Das kostet nix, bringt aber viel: Ein Blog? Twitter? Eine Infografik? Ein Whitepaper? Das kostet einen Bruchteil einer Kampagne bringt aber, wenn richtig aufgesetzt, Tausende von Besuchern zu Ihrer Webseite. So gesehen verursacht Inbound Marketing nicht nur geringere, relative Kosten, sondern stärkt den Return in Investment (ROI) Ihrer Kampagne markant.

2. Inbound Marketing wirkt zielgerichteter

Das gängige Mantra im Marketing heisst: „Spray, Pay, and Pray“ - sinngemäss auf deutsch: Botschaften wahllos und mit grossen Streuverlust in alle Richtungen sprayen, dafür viel Geld zahlen und beten, dass es etwas bewirkt. Techniken wie Cold-Calling, Massen-E-Mails oder Wurfsendungen sind selten zielgerichtet. Wenn man Glück hat, erreicht man eine Quote von 1,5 bis 2,5 %.

Dreht man den Spiess um und stellt nützlichen Content bereit, der genau den Suchkriterien potenzieller Kunden entspricht, erreichen Sie Konversionsraten von 10 % und mehr. Das bedeutet nicht nur eine Verbesserung der Wirkung von über 400 %. Sondern auch die Möglichkeit der gezielten Ansprache von potenziellen Kunden, die sich als solche auch qualifizieren. Denn Kunden, welche Zeit auf Ihrer Website verbringen (weil sie relevanten Inhalt bietet) zeigen a) Interesse am Content oder b) sind gar schon an Ihrem Angebot interessiert.

3. Inbound Marketing wirkt nachhaltiger

Im Kampf um Aufmerksamkeit gibt’s viele Waffen. Viele Unternehmen setzen zum Beispiel stark auf Pay-per-Click-Kampagnen. Das Resultat: Man hat Erfolg - aber nur bis zum Ende des Budgets. Um in Suchmaschinen-Rankings dauerhaft vorne mitzumischen, braucht es somit ein fast unbeschränktes Budget. Und das hat niemand - auch kein noch so erfolgreiches KMU.

Doch wer seine Ressourcen stattdessen dafür aufwendet, qualitativ hochstehenden, relevanten und anziehenden Content zu kreieren, der wird mit deutlich besseren organischen Such-Rankings belohnt. Das wissen zwar viele, doch darauf ausrichten tun sich die wenigsten. Denn guter Content ist rar. Und was rar ist, ist wertvoll.

Rote oder blaue Pille - Sie haben die Wahl…

Im Zeitalter austauschbarer Produkte und Leistungen geht der Kampf um Aufmerksamkeit, Leads und loyale Kunden in die nächste Runde. Wer in Sachen PR und Marketing mit den alten, stumpfen Waffen kämpft und auf Biegen und Brechen den Erfolg sucht, wird es immer schwerer haben. Denn fast unbemerkt wächst eine neue Marketing-Generation heran, die ihren Markt smart, zielgerichtet und zielgerecht bearbeitet. Mit weniger Budget, weniger Lautstärke aber mit viel mehr bemerkenswerten, für Besucher relevanten Inhalten.

Inbound Marketing oder Outbound Marketing - Sie haben die Wahl. Vielleicht wollen Sie sich in Ihrer Entscheidung vom einleitenden Zitat von Martin Gerhard Reisenberg leiten lassen, das da heisst: “Wer nichts zu sagen hat, probiert es häufiger mit Schreien.“

Auf Ihr profitables Wachstum!     

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