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Inbound Marketing und der Planet der Content-Affen

Inbound Marketing und der Planet der Content-Affen

Die Arbeit an der Sprache ist die Arbeit am Gedanken. Beides braucht Zeit. Beides braucht Tiefe. Genau hier haben wir Inbound und Content Marketer Mühe: Es fehlt uns an Zeit zum Schreiben. Oder an der Tiefe beim Inhalt. Wenn uns beides fehlt, fehlt uns auch der Erfolg. Es sei denn, man tut zwei Dinge.

Wir Inbound Marketer sollten uns mehr Zeit nehmen.

Dies ist der erste Punkt. Und damit meine ich ganz einfach: Wir sollten uns täglich um 8 Uhr hinsetzen, alle Ablenkungen und Hindernisse ausblenden, Technologie und Social blocken. Und dann schreiben. Einfach schreiben. Keine Angst haben vor dem Resultat. Hauptsache man macht's. Wirklich. So einfach ist's. Aber wir tun's nicht. Weil... (nun folgen Ausreden):

Inbound Marketing-Ausreden (Teil 1)

Wir haben Schiss davor, dass unser Blog-Post, unser Video, unser Whitepaper, unsere Social Posts nicht perfekt sind ein Komma fehlt. Weil wir uns ablenken lassen von unnützem Zeugs. Weil ein Meeting "easy" und der Schreib-Job "hard" ist. Weil das Eintauchen in unser HubSpot-Portal schneller geht als das Schreiben eines Blog-Posts. Weil der Chef/ Kunde/ Kollege grad 'nen Auftrag mit Deadline "12:00 Uhr!" aufs Pult knallt.

Weil, selbst wenn wir was geschrieben haben, zögern wir, wir hadern und schicken das Teil nicht raus. Weil es nicht "fertig" ist. Weil es wissenschaftlich nicht "erhärtet" ist. Weil es unser Chef/die Entwicklung/der Vertrieb/meine Mutter nicht gut finden könnte. Weil man uns als Autor/ Expertin/ Fachkraft/ Influencer in Frage stellen könnte. Weil die Zeit nicht optimal ist. Weil der letzte Post keine Leser fand. Weil wir Angst davor haben, mit unserem Content von der Community verstossen zu werden... Wir nehmen uns keine Zeit für Content, weil, weil, weil...

Wir Inbound Marketer sollten mehr in die Tiefe gehen.

Und damit meine zweitens ich ganz einfach: Nicht irgendein Thema aufgreifen, über das eh schon alle berichten. Sondern einen originären, eigenen, "unique-en" Gedanken kreieren. Eine Idee skizzieren. Etwas Neues wagen. Originell sein. Eine konträre Meinung schärfen. Hinterfragen und Werten. Fluchen und Emotionen zeigen. Die Sau rauslassen. Nicht weil wir sie durchs Dorf jagen wollen. Sondern, weil uns unser Kunde am Herzen liegt. Aber wir tun's nicht. Weil... (nun folgen noch mehr Ausreden):

Inbound Marketing-Ausreden (Teil 2)

Wir haben Schiss davor, keine Ideen zu haben. Nichts Originäres zu finden. Keine Story entwickeln zu können. Keinen USP zu haben. Austauschbar zu sein. Unseren Lesern keine Hilfe leisten zu können. Eine Schreib- oder Ideen-Blockade zu haben. Von der Muse nicht geküsst zu werden. Weil wir nicht dorthin gehen wollen, wo's inhaltlich "weh" tut. Uns zu exponieren.

Weil unsere Chefin/ Kundin/ Kollegin unsere Ideen doof findet und die gewählte Sprache nicht der Tonalität des Hauses entspricht. Weil wir Angst davor haben, zu erkennen, dass "da" eigentlich gar nichts Relevantes drin steckt im Produkt/ Leistung/ Idee. Weil wir letztlich - und vor allem - Angst davor haben, mit unserer eigenen Meinung, unserer Idee, unserer Einzigartigkeit vom "Tribe" verstossen zu werden und zu scheitern... Wir gehen beim Content nicht in die Tiefe, weil, weil, weil...

Do the Work

Sich Zeit nehmen und in die Tiefe gehen. Das sind die beiden Dinge, die ich aus über 3'500 Inbound Marketing und Content-Projekten gelernt habe (natürlich noch einiges oben drauf). Wie gesagt, es klingt ganz einfach:

  1. Täglich um 8 Uhr hinsetzen.
  2. Am Gedanken und an der Sprache arbeiten.
  3. Das Teil rausschicken.

So besiegt man die "Content-Affen"

Im Buddhismus gibt es den Begriff "Monkey Mind". Es beschreibt treffend, was in unseren Köpfen als Marketer täglich passiert. Gedanken, Einflüsse, Ablenkungen, Verlockungen, Versuchungen plus all die obigen Ausreden - alles mischt sich wie eine wilde "Monkey"-Horde auf dem Planeten der Affen in unseren Köpfen und buhlt um Aufmerksamkeit. Geben wir uns diesen Affen hin, haben wir verloren.

Wollen wir gewinnen, dann nehmen wir diese "Content-Affen" einfach nur zur Kenntnis. Wir respektieren sie und lassen sie gewähren. Und dann setzen wir uns hin. Täglich, um 8 Uhr. Ohne Ablenkung. Ohne Social. Ohne E-Mail. Dann feilen wir an unserem Gedanken, an unserer Sprache, an unserem Post.

Vielleicht klappt dies zu Beginn nur für eine Stunde. Nach einer Weile geht's vielleicht schon für zwei. Und ehe wir's uns versehen, sind wir so im "Flow", dass uns der Planet der "Content Affen" einfach nur noch amüsiert.

PS: Dieses Vorgehen funktioniert übrigens auch für alle anderen kreativen oder Content-fokussierten Berufe und Aufgaben wie z.B. Filme machen, Bücher schreiben, Whitepaper machen, Vorträge entwickeln, Curriculum machen...

Seminar Stilles Schreiben Storylead

Fazit

"Monkey Mind" beschreibt treffend, was in unseren Köpfen als Marketer täglich passiert. Gedanken, Einflüsse, Ablenkungen, Verlockungen, Versuchungen plus all die obigen Ausreden - alles mischt sich wie eine wilde "Monkey"-Horde auf dem Planeten der Affen in unseren Köpfen und buhlt um Aufmerksamkeit. Geben wir uns diesen Affen hin, haben wir verloren. @stevenloepfe https://bit.ly/2rtXCp5
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