Die dunkle Seite des Inbound Marketings

Die dunkle Seite des Inbound Marketings

Inbound Marketing stärkt das Wachstum. Dies beweisen die Erfolgsgeschichten zehntausender mittelständischer Unternehmen weltweit. Daneben gibt es aber eine hohe Dunkelziffer erfolgloser Inbound Marketer - Firmen, die teure Software gekauft, umfangreiche Implementierungen vorgenommen und viel Aufwand ohne messbaren Ertrag betrieben haben.

Lesen Sie hier die Biografien von gescheiterten Inbound Marketern. Und entdecken Sie dann für Ihr Unternehmen, dass der Inbound-Erfolg auf einem simplen Konzept beruht. Es lautet: Setz dich täglich hin, mach wirklich guten Content und zieh deinen Plan durch.

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Fred - der Inbound Marketing Amateur #1

Er hiess Fred, hatte einen Online-Shop in einer hart umkämpften Kategorie. Und er wusste, dass er schnell handeln musste, um seinen Umsatz zu halten. Als externe Inbound-Partner sprachen wir mit ihm. Zeigten ihm die Vor- und Nachteile von Inbound Marketing. Er sagte ja. Wir starteten. Und zwar in der üblichen Sequenz:

  1. Workshop machen
  2. Technologie aufsetzen
  3. Website Redesign
  4. Buyer Personas ausarbeiten
  5. Content Plan erstellen
  6. Bloggen
  7. auf Social posten
  8. Newsletter aussenden
  9. Leads für den Sales generieren
  10. etc.

Klingt nach viel. Ist es auch. Und gerade deshalb hat uns ja Fred auch als Inbound Marketing-Experten engagiert. Wir brachten Skills, Tools und Ressourcen mit, damit sein Ding fliegt. Wir planten, bauten und starteten mit Inbound. Wir machten Content. Das war gut.

Dann, nach einem halben Jahr, übergaben wir wie vereinbart Fred den Steuerknüppel. "Your Control" - so der Cockpit-Befehl in der Aviatik, was so viel heisst wie, "jetzt ist Fred der Captain". Fred konnte das Flugzeug nicht auf Zielkurs bringen. Er kam nie auf Flughöhe. Leider.

Herbie - der Inbound Marketing Amateur #2

Herbert, genannt Herbie, war ein gesellig-fröhlicher "Corporate Guy". Was so viel heisst wie: Meeten, powerpointen, und dann die Anderen machen lassen. Sie kennen den Typus. Immer gut drauf, stets auf Achse und für jede Idee zu haben - wenn sie denn Farbe ins CV bringt.

Herbie war heiss auf den Markteintritt seiner Dienstleistung. Er war im Lead. Wir kamen zusammen. Er wollte Inbound. Wir den Auftrag. Und so zogen wir's durch: Planen, Bauen, Aufstarten. Das Problem:

Herbie war alleine. Klar, er hatte eine Sekretärin (lies: Personal Assistant). Doch er hatte niemand für die Execution, für Content, für für das nitty-gritty Zeugs im Maschinenraum seines Inbound Marketing-Systems.

Zu Beginn war das kein Problem, denn er hatte ja uns, die "externen" Inbound Marketer. Wir machten Content und Technologie. Doch in der Zeit nach dem Budget war's vorbei.

Noch ein weiteres Jahr hat er dran gehängt, ohne Ressourcen, ohne Content, ohne Erfolg. Dann zog er den Stecker und ging weiter. Schade, denn sein Ding hätte heute noch Potenzial.

Inbound Marketing ist ein Marathon - kein 100m Sprint

Der "Krankheitsverlauf" ist immer gleich: Nach dem schnellen Aufstarten von Inbound Marketing - sei's aus eigener Kraft oder mit der Unterstützung eines Implementierungs-Partners - tröpfeln die Resultate erst langsam rein.

So ist Inbound Marketing eher ein Marathon als ein Sprint. Doch im Zeitalter von "Instant Gratification" braucht's schon nach 3 Monaten Messbares. Klare Resultate. Sonst macht sich Enttäuschung breit - und zwar von oben nach unten.

Ich habe schon ein paar Jahre, Projekte und Kunden aufm Buckel. Nicht immer gelingt es mir und meinem Team, Kunden aus diesem "Tal der Enttäuschung" raus zu halten.

Doch in den meisten Fällen klappts. Und zwar dann, wenn es uns gelingt den Mindset unserer Kunden vom Inbound Marketing "Amateur" zum "Pro" zu entwickeln. Lassen Sie mich dies kurz erklären.

Der Inbound Marketing-Amateur

Inbound Marketing ist simpel: Als Erstes machen Sie online Wind mit gutem Content. Das zieht zweitens neue Besucher auf Ihre Website. Dort tauschen Sie drittens ein Stück Content gegen eine E-Mail-Adresse. Dann führen Sie viertens einen helfenden Verkaufs-Dialog mit Ihrem potenziellen Kunden. Das versteht man schnell. Auch ein Amateur checkt dies.

Amateur - von lat. "amator" - jemand, der etwas liebt

Der Amateur liebt sein "Ding" über alles. Er hegt's und pflegt's und verliert ob seiner Naivität oft den Bezug zur Realität. Und diese Realität bedeutet nun mal im Inbound Marketing zuerst einmal Eines: Arbeit. Harte Arbeit.

Diese Arbeit im Inbound Marketing lässt sich grob in zwei Kategorien aufteilen:

Technik und Content.

Technik, genauer gesagt, Marketing Technologie, ist ziemlich easy.

Mit ein paar Schulungen, mit etwas Erfahrung und einer gut ausgestatteten Hotline kriegt man so ziemlich jede technische Kuh vom Eis.

So kann man schon nach kurzer Zeit im besagten Maschinenraum an Landing Pages, Websites, Lead Nurturing-Sequenzen, Datenbanken und vielem mehr rumfummeln.

Inbound Marketing im technischen Sinne, das checkt der Amateur schnell. Und so ist es auch verständlich, dass die Spalten von Blogs, Social Posts und YouTube Videos von Marketing-Amateuren frequentiert werden, die von anderen Marketing-Amateuren gemacht werden mit dem Ziel, das Marketing des Amateurs "In 7 Schritten..." zu verbessern.

Verstehen Sie dies bitte nicht falsch: Es braucht den Amateur hier. Im Maschinenraum hat er seinen Platz.

Content hingegen, das ist schwierig.

Hier reichen dem Amateur zwar auch ein paar Schulungen, etwas Erfahrung und eine tiefe Kenntnis seiner "Buyer Persona". Auch der gekonnte Umgang mit der Feder kann der Amateur durch Übung erlernen, durch Lesen von Blog-Posts, PDFs oder durch YouTube Videos wie "24 Tipps für Ihren Content Plan".

Doch dann ist der Amateur fertig.

Nun müsste er denken, arbeiten, schreiben, am Gedanken feilen, am Wort, an der Kernaussage, am Nutzen-Aspekt für seinen Kunden, am Alleinstellungsmerkmal, am Schnitt, am Testimonial, an der Story...

Das Content-Biest hat Hunger. Es muss gefüttert werden. Täglich. Mehrmals. Viel.

LESEN SIE IN UNSEREM SUMMARY PDF, WAS ES FÜR EIN SOLO & EINE GUTE STORY  BRAUCHT.

Das ist langweilig, mühsam, aufwändig. Es ist mit Rückschlägen und Ablehnung verbunden, mit Zweifel. Kurzum: Hier begegnet der Amateur dem Widerstand. Und diesen kann nur einer überwinden...

...der Inbound Marketing Pro

Die harte Arbeit des Inbound Marketing Pro's beginnt dort, wo die Liebe des Amateurs aufhört. In der Domäne des Inbound Marketing Pro's hat der Amateur mit seiner naiven Verblendung keinen Auftrag mehr.

Beim Content muss jemand ran, der ohne grosses Chi-Chi Dinge abarbeitet. Dort hin geht, wo's weh tut. In die Niederungen der täglichen Blog-Posts abtaucht, schreibt, feilt, hinterfragt, seinen Geist mit einbringt - auf die Gefahr hin, sich zu exponieren, zu scheitern oder gar in positiver Extremis mit dem Magnetismus seiner Feder 1001 neue Leads zu generieren. Das ist dann der Olymp des Pro's.

Profi - von lat. "profiteri" - sich zu einem Beruf bekennen

Weil sich der Inbound Marketing Pro bekennt zu langweiligen Tagen in der Schreibstube, zu stundenlangem Feilen am Gedanken, zum Strukturieren von Sachverhalten und dem Finalisieren von Social Posts, Skripts, Blog-Posts (dt. schreiben, schreiben, schreiben) ja, weil er sich zu dieser harten Arbeit bekennt, kommt er Zeile für Zeile voran.

Nicht schon nach einem Quartal. Aber vielleicht nach einem halben Jahr. Oder einem Ganzen.

Wenn's einfach wäre, würden's alle tun...

Die eine Hälfte des Inbound Marketings ist einfach (Technologie). Die andere ist schwierig (Content). Warum ist es schwierig? Weil wenn's einfach wäre, dann würden's alle tun. Das Harte ist das Schwierige. Denken ist das Schwierige. Den Widerstand zu brechen ist das Schwierige.

Doch das Schwierigste von allem ist es, jeden Tag zu erscheinen, sich um 8 Uhr auf seinen Stuhl zu setzen, Internet, E-Mail und Social stumm zu schalten, in die Tasten zu greifen und dann sinnvollen Content zu machen, den Menschen schätzen und der Kunden dabei hilft, eine Entscheidung zu treffen.

Fred und Herbie haben den Schritt vom Amateur zum Pro nicht geschafft. All unsere anderen Kunden hingegen schon. Mehr oder weniger. Sie haben gelernt, dass sie sich monatlich mehrere hundert Stunden um ihr Inbound Marketing kümmern müssen.

Sie haben auch gelernt, dass wenn sie's nicht tun, der Mitbewerber nicht lange wartet. Der Pro mit seiner eisernen Disziplin, seinem täglichen Erscheinen und der täglichen Fütterung des Content-Biests zieht weiter. Weiter Richtung Wachstum und Erfolg.

Richi - der Inbound Marketing Pro #1

Richi ist glaub' ich nicht mal auf Insta. Und Facebook checkt er auch nur am Wochenende. Sein Produkt ist auch nicht besonders sexy. Sein äusseres Erscheinen gleicht dem eines stillen Schaffers. Dafür setzt sich Richi täglich um 8 an seine Tastatur.

Wir haben das Inbound Marketing- und Sales-System für Richi's Firma vor zwei Jahren geplant und gebaut. Alleine dieses Jahr hat er schon 130 Blog-Posts geschrieben. Seine Bude rankt #1 in praktisch allen Themen, für die seine Firma stehen. Sie machen Freunde und Umsatz, weltweit.

Das geht nur er nur, weil Richi seine Kunden versteht. Und weil er versteht, was Inbound Marketing wirklich heisst. Nämlich: Setz dich hin, mach guten Content und zieh deinen Plan durch.

Wie Zähneputzen. Tag für Tag.

PS: In eigener Sache:

Wir alle wollen ein Richi, ein Inbound Marketing Pro sein. Erfolgreich sein. Unseren Job gut erledigen. Schieben Sie nichts auf - machen Sie sich genau in diesem Moment an die Arbeit und bringen Sie Ihr Inbound Marketing und Ihre Firma voran!

Executive Summary Inbound MarketingUnser Tipp: Bleiben Sie dran! Setzten Sie sich Etappen-Ziele. Erledigen Sie Ihre Aufgaben. Natürlich ist das nicht immer leicht. Gerade in der heutigen Zeit mit all den Push-Nachrichten, Mails und Social Feeds, welche unsere Aufmerksamkeit und Konzentration stehlen.

Schalten Sie auch mal ab. Konzentrieren Sie sich auf die Aufgabe auf der Hand. Auf Ihr neues Konzept, Ihre neue Website, neue Kampagne oder gar Buch. Mehr Tipps , wie Sie ein Inbound Marketing Pro werden, gibt's in unserem Executive Summary zu Inbound Marketing.

 

Fazit

Die eine Hälfte des Inbound Marketings ist einfach (Technologie). Die Andere ist schwierig (Content). Warum ist es schwierig? Weil wenn's einfach wäre, dann würden's alle tun. https://bit.ly/2H8hRDw @stevenloepfe
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